Die Schwarzwurzel

Lang, schwarz und mühselig zu verarbeiten ist die unter der Erde wachsende Wurzel. Vielleicht landet dieses Gemüse auch deshalb nicht allzu oft auf unseren Tellern. Eigentlich schade, denn Schwarzwurzeln haben einen sehr positiven Effekt auf unsere Gesundheit.

Geschichte

Als Garten-Schwarzwurzel, Spanische Schwarzwurzel oder auch Echte Schwarzwurzel ist dieses Gemüse bekannt. In Italien wird sie Scorzone genannt und bedeutet giftige Schlange, da man sie im Mittelalter zur Behandlung von Schlangenbissen einsetzte.

Die Schwarzwurzel hat ihren Ursprung in Spanien. Im 16. Jahrhundert wurde sie dann auch in Mitteleuropa. Als Lieblingsgemüse von Karl dem Großen wurde die Schwarzwurzel vor allem zu medizinischen Zwecken verwendet. Man verwendete sie bei Schlangenbissen, als Schutz vor der Pest und gerade bei Alkoholikern zur Stärkung der Leber.

Inhaltstoffe

Die Schwarzwurzel ist sehr kalorienarm. Vitamine enthält sie nicht allzu viel, dafür aber immerhin die Vitamine B1 -gut für die Nerven-, B9 und Vitamin E, welches gut für Gedächtnis und Herz-Kreislauf-System ist. Magnesium, Kalium, Eisen, Kupfer und Mangan sind ebenfalls enthalten und zwar reichlich. Mangan fördert unter anderem den Abbau von Purinen. Somit sind Schwarzwurzeln gut geeignet für Gichtpatienten.

Schwarzwurzeln wirken gut gegen Müdigkeit und steigern die Vitalität. Auch wirken sie sehr beruhigend, wofür der weiße milchige Saft verantwortlich ist.

Schwarzwurzeln enthalten Allantoin. Dies ist ein Wirkstoff, der sich positiv auf die Wundheilung auswirkt.

Nicht nur ist dieses Gemüse gut für die Nerven, sondern unterstützt auch die Gehirnarbeit. Dies ist wichtig für Kinder, um die Konzentration zu fördern. Aber gerade bei älteren Menschen mit Demenz wirken sich Schwarzwurzeln positiv auf das Gedächtnis aus.

Schwarzwurzeln enthalten das Kohlenhydrat Inulin, welches gut für Diabetiker geeignet ist. Da Inulin nicht verdaubar ist, verändert es nicht den Blutzuckerspiegel. Somit wird auch die Bauchspeicheldrüse nicht überfordert.

Verwendung

Da Schwarzwurzeln aus dem Boden kommen, sind sie meist noch sehr mit Erde behaftet. Daher muss man sie mit einer Bürste, am besten unter fließendem Wasser, säubern. Danach werden sie geschält und die Enden abgeschnitten. Dabei sollte man Handschuhe tragen, da der austretende Milchsaft die Hände dunkel verfärbt. Die Haut der Schwarzwurzeln lässt sich auch leicht abziehen, indem man sie vorher blanchiert.

Nun kann man sie als Gemüse garen und zu Suppe oder Salat verarbeiten. Auch als Füllung in Crêpes oder im Teig ausgebacken kann man Schwarzwurzel zubereiten.


Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Garten-Schwarzwurzel#cite_note-2

https://eatsmarter.de/lexikon/warenkunde/gemuese/schwarzwurzel

http://www.bankhofer-gesundheitstipps.de/wintergemuese-schwarzwurzel-hilft-leber.html

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