Die Kartoffel

Eines der beliebtesten Lebensmittel der Deutschen und mit weltweit rund 5000 Sorten ist die Kartoffel eines der wichtigsten Nahrungsmittel der Welt. 376 Millionen Tonnen werden jährlich geerntet. Zwar hat sich der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland seit dem Jahr 2000 um 15 kg verringert,  jedoch lag dieser im Jahr 2013 immer noch bei 55 kg.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Die Kartoffel besteht zu 78 Prozent aus Wasser und zu 16 Prozent aus Kohlenhydraten. Die restliche Bestandteile ergeben sich zu jeweils 2 Prozent aus Ballaststoffen und Eiweißen, wobei das Eiweiß eine sehr hohe biologische Wertigkeit besitzt.

Die Kartoffel enthält sehr wenig Fett und dafür viele verschiedene Mineralstoffe (Kalium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Zink, Mangan) und Vitamine (Vitamin C, B1, B2, B3, B5, E, A1 und Folsäure).

Auch enthalten Kartoffeln (insbesondere die bunten Sorten) Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide, Anthocyane, Kukoamine, Carotinoide), die Zellschäden verhindern, Krebs- und allgemeine Erkrankungsrisiken senken, den Alterungsprozess hemmen können und außerdem blutdrucksenkend wirken.

Medizinische Anwendung

Die Kartoffel gilt als basisches Lebensmittel und hilft demnach bei Sodbrennen, Aufstoßen, Völlegefühl oder bei Reizungen der Magenschleimhaut. Dafür trinkt man einfach den gepressten Kartoffelsaft, der auch äußerlich bei Verletzungen oder Geschwüren angewendet werden kann.

In der Volksmedizin ist auch der Kartoffelwickel (gekochte Kartoffeln zerdrückt in einem Tuch) bekannt, der Linderung bei Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen verspricht. Auch kalte Wickel (roh geschnittene Kartoffel) sind bei rheumatischen Entzündungsschüben, Verstauchungen oder Mückenstichen zu empfehlen. Auch hat sich die Inhalation mit Kartoffeldampf als natürliches Haus- und Heilmittel bei Erkältungen bereits bewährt.

Verwendung in der Küche

Wie bei allen Lebensmitteln, ist auch bei der Kartoffel eine schonende Zubereitung von Vorteil, um einen Teil der Nährstoffe zu erhalten. Dies erreicht man durch Dünsten oder Dämpfen und am besten ungeschält, um so den Verlust der Nährstoffe möglichst gering zu halten.

Die Zubereitungsmöglichkeit und Verwendung hängt von den Kocheigenschaften der Kartoffel ab. So gibt es festkochende, vorwiegend festkochende und mehligkochende Kartoffeln.

Festkochende Kartoffeln werden hauptsächlich für Pellkartoffeln, Bratkartoffeln, Gratins, Kartoffelsalat oder einfach nur als Salzkartoffeln verwendet. Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind ebenfalls für Pell- und Salzkartoffeln, Gratins aber auch für Pommes frites, Suppen, Röstis oder Kartoffelpuffer gut geeignet. Für die Zubereitung von Kartoffelpüree, Eintöpfen, Klößen und Knödel sind mehligkochende Kartoffeln zu empfehlen.


Quellen:

Bild:

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